Wo bin ich? Ich bin in der Stadt monte san savino in der Provinz von AREZZO
Monte San Savino liegt auf einem Hügel am Rande des Chiana-Tals und es hat ein schönes historisches Ortszentrum, das von einer Mauer umgeben wird. Der historische Stadtkern des Hauptortes besitzt noch heute fast vollständig seine Stadtmauern. Der Ort wird in Nord-Süd-Richtung vom Corso Sangallo durchquert, an deren nördlichem Ende sich die Porta Fiorentina (von Nanni di Baccio Bigio errichtet) als Haupteingangstor befindet und an der sich das Wappen der Medici befindet. Das südliche Tor heißt Porta Romana und wurde um 1337 mit Turm errichtet, der in 1550 einfiel und nicht wiederaufgebaut wurde. Das östliche Nebentor ist die Porta San Giovanni, das westliche ist das Porticciolo Guglielmi, auch Porta Senese genannt. Das jüdische Viertel bzw. Ghetto befand sich östlich der Hauptstraße Via Sangallo. Das Zentrum des Viertels liegt beiderseits der Via Salomon Fiorentino (benannt nach dem gleichnamigen italienischen Dichter, Salomone Fiorentino, wo sich auch die Synagoge befindet.Wie die meisten Orte der Gegend ist auch Monte San Savino in der Zeit der Etrusker besiedelt worden und wurde danach von den Römern besetzt. Am Ende des XII. Jahrhundert geriet der Ort in den Konflikt der Ghibellinen und Guelfen. Unter der Herrschaft der ghibellinischen Familie Ubertini aus Arezzo stehend ging der Ort in 1306 in den Besitz des guelfischen Florenz über, bis der Bischof von Arezzo, Guido Tarlati (Ghibelline), den Ort am 11. Mai 1325 angreifen und zerstören ließ. Schon im Jahre 1337 war die Gemeinde wieder bewohnt und der Stadt Perugia unterstellt, die danach die Macht an die Republik Siena abgab. In 1384 ging der Ort wieder an Florenz, die die Podestà errichtete und die Gerichtsbarkeit einführte.Seine Blütezeit erlebte der Ort im 15. und 16. Jahrhundert unter der florentinischen Familie Ciocchi-Di Monte, der auch Papst Julius III. (Giovanni Maria Ciocchi del Monte) entstammte. Nach der Papstwahl in 1550 unterstellte Cosimo I. de’ Medici den Ort als Grafschaft dem Bruder des Papstes, Balduino di Monte. Nach dem Tod seines Sohnes und letzten Nachkommen der Familie Di Monte, Fabiano di Monte, fiel der Ort in 1569 an die Medici zurück. Ein Jahr später wurde der Ort Vikariatssitz des Chianatals. Von 1604 bis 1643 regierte die Markgrafenfamilie Orsini den Ort, welche die Gemeinde dann an Mattias De' Medici verlor, der den Ort bis 1679 als persönlichen Besitz regierte. Der Palio savinese, genannt auch Palio di Santa Maria d’Agosto, wurde das erste Mal in 1471 erwähnt, wahrscheinlich ist er aber älter. Er wird am 15. August als Pferde-Palio durchgeführt.
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